faded out #2 – Es war einmal

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faded out #2 – Es war einmal eine große Behauptung…

2018, hängende Installation mit Sound und Liegematte, Mischtechnik, ca. 200 x 200 cm

„Wir sind unsere Vorstellungen. […] Unsere schiere Existenz besteht aus den Bildern, die wir uns von uns selbst machen […].
Das Schlimmste, was uns zustoßen kann, ist, dass es keine Vorstellungen von uns gibt.“ schrieb der Schriftsteller und Pulitzerpreisträger
N. Scott Momaday*
 
“faded out” zeigt einerseits das Fehlen von äußeren Geschlechtsteilen am Beispiel von Plüschspielzeug auf. Denn Genitalien sind immer
noch tabuisiert und daher vor unserem Alltag verborgen. Andererseits thematisiert diese Arbeit Geschlechtervielfalt. Trotz der hohe Vielfalt
an Geschlechtern erfahren Menschen Ausgrenzung, die vom Konzept-Frau oder -Mann abweichen und werden sowohl im Alltag als auch
institutionell diskriminiert.
Häufige Diskussionen um das soziale Geschlecht rückt das Thema der körperlichen Vielfalt in den Hintergrund.
Die Entwicklung der Offenheit gegenüber der Geschlechterdiversität ist jedoch für das Zusammenleben unabdingbar.

*vgl. Sanyal, Mithu M. (2009): Vulva – Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts, Verlag Klaus Wagenbach, S. 12