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memento Prunus mahaleb

memento Prunus mahaleb

2022, Installation mit Sound, 43:18 min., deutsch

Walbersdorf – einst Zentrum der Steinweichsel-Kultivierung. Die Geschichte des Ortes und besonders jene der Familie des letzten Weichsel-Bauern in Österreich erzählt ein einziger Weichsel-Stock, dessen Bestimmung ein Gehstock, Schirmgriff oder eine Pfeife geworden wäre. Nun umkonstruiert, scheint dieser Stock, mit seinem rötlich schimmernden Holz weiterzuwachsen. Mitten unter den jungen Weichsel-Grünpflanzen präsentiert er seine Blätter, die prägende Momente der Vergangenheit in die Gegenwart holen. Erwin Lang und weitere Familienmitglieder und Akteur:innen dieser Zeit sprechen von Arbeit als identitätsstiftend – von Verpflichtungen über Versäumnisse bis hin zu Chancen. Deren Stimmen geben dieser Installation die Lebendigkeit und teilen ihre Erinnerungen mit den Besucher:innen.

MUME Festival der Platane

MUME Festival der Platane

MUME (Museo Mexicano/Mexikanisches Museum) ist ein nomadisches Anti-Museum des mexikanischen Künstlers Oscar Cueto, das neue Narrative im Kontext von Dekolonialismus und globaler Migration provozieren will und internationale Kurator_innen und Künstler_innen einlädt, gemeinsame Projekte in Österreich zu präsentieren. Für die 13. Ausgabe wird die österreichische Künstlerin Manuela Picallo Gil in Zusammenarbeit mit neun weiteren Künstler*innen das «Festival der Platane» im MUME präsentieren.

Das dreitägige Festival der Platane schlägt einen Paradigmenwechsel in Bezug auf die Denkmalkultur vor. Auf der Suche nach einem Bezugspunkt für Widerstand, Protest und Frieden will das Festival den aktuellen Diskurs über Denkmäler an der mächtigen Schattenplatane orientieren, deren Wurzeln seit mehr als 100 Jahren im Boden des ersten Wiener Gemeindebezirks am Dr.-Karl-Lueger-Platz verankert sind.

TAG 1 l 20. Mai
Dr.-Karl-Lueger-Platz & Die Druckstube, Wien
Workshop mit Schüler*innen des BORG15: Antidenkmal, ziviler Ungehorsam und Risografie Druck von Oscar Cueto, Giulio Paolini & Manuela Picallo Gil

TAG 2 l 24. Juni
Die Druckstube, Darwingasse 23, 1020 Wien
18 Uhr | Druckaktion von Giulio Paolini & Manuela Picallo Gil

Fanzine (digitale Version): FANZINE_Platz_der_Platane_2022_MUME.pdf

TAG 3 l 25. Juni
Dr.-Karl-Lueger-Platz, 1010 Wien
16:30 Uhr | Aktion von Hubert Hasler
17:15 Uhr | Gespräch mit Dora Kuthy
18:00 Uhr | Vortrag von Lena Liselotte Schuster
18:45 Uhr | Musik von Gobi Drab, Laura Pudelek, Bernhard Schöberl & Reni Weichselbaum

CHRONIKEN MEINER ZEIT

Über Jahre hinweg wuchs eine Sammlung der Boulevardzeitungen Heute und Österreich/oe24 heran. Chronologisch angeordnet und gebunden sind die Gratiszeitungen monatlich zusammengefasst. Fehlende Zeitungen sind durch unbedruckte Papierbögen ersetzt und bieten Platz für Gedanken, Recherche und Erzählungen in Form von handgeschriebenen Texten und Illustrationen.

Die tägliche Auseinandersetzung ist ein stetiger Versuch, sowohl mich selbst als auch meine Umgebung zu verstehen. Indem die Dokumentation dieser beiden fragwürdigen Zeitungen zu meinem Tagebuch wird, füllen sich Leerstellen, ich erkenne meine eigenen Ängste, Kämpfe, Wünsche, Prinzipien und Vorurteile. Wenn Medien unsere Gesellschaft widerspiegeln, gefällt mir dieses Spiegelbild nicht und es bleibt meine tägliche Motivation Teil einer Veränderung zu sein.

CHRONIKEN MEINER ZEITÖffnungszeiten: Der Zugang zu den Chroniken lädt die Leser_innen dazu ein sich akustisch auszudrücken, um mit ihrer Stimme Teil des Antiarchivs zu werden und in einem offenen Narrativ eigene Gedanken einzubringen. Außerhalb dieser Stunden bzw. während der Ausstellungszeit stehen den Besucher_innen zwei Ansichtsbücher zur Verfügung und Kopfhörer, um die Kommentare der vorigen Besucher_innen zu hören.  

 

Das Booklet steht hier zur Verfügung: Booklet_ChronikenMeinerZeit©MPG CHRONIKEN MEINER ZEIT weiterlesen

Trafik Mind The Gap


Trafik MIND THE GAP
kollaboratives Ausstellungsprojekt mit Sanae Arraqas, kuratiert by Christine Bruckbauer, philomena+ art
architecture platform, Artist Talk moderiert von Janine Maria Schneider

Im Ausnahmezustand ist das soziale, politische und wirtschaftliche Leben auf ein Minimum beschränkt. Alle Geschäfte, die der Grundversorgung dienen, sind geöffnet – darunter auch Trafiken. Die Trafik MIND THE GAP verwendet das Konzept eines Trafik-Geschäfts, um Konsum und Leben in Zeit der Krise aufzudecken, die auf «Grundbedürfnisse» reduzieren werden. Zigaretten, Gewinnspiele, Wegweiser, Postkarten, Briefmarken, Zeitungen und andere Waren werden anscheinend als lebenserhaltende Waren betrachtet. Die Abhängigkeit von gewissen Standards soll anscheinend erhalten bleiben. Doch wo bleibt die Kunst, um dies zu hinterfragen. Wer erkennt den Bedarf dieser lebensnotwendigen „Ware“ in einer Zeit der Entfremdung? Der Deckmantel einer Trafik ermöglicht es in der Ausstellung MIND THE GAP Strukturen sichtbar zu machen, die unseren Alltag beeinflussen und die Distanz zwischen den Menschen vergrößert. Gleichzeitig werden Maßnahmen des Abstandes befolgt, die die zunehmende Entfremdung fördert. Denn unsere Gesellschaft durchzieht eine Kluft, die sich wie ein Virus verbreitet und auch von Medien weitergetragen wird.

MIND THE GAP bezieht sich auf die gleichnamige Ansage in öffentlichen Verkehrsmitteln um auf den Spalt aufmerksam zu machen. Eine Spalt zwischen Bahnsteig und Fahrzeug, eine Distanz zwischen uns Menschen innerhalb eines Raumes, einem Abstand zueinander, einer Kluft zwischen uns, die zunehmend wachsen könnte.

Die Malereien auf Leinwänden oder gerahmt, Postkarten sowie Druckgrafiken in der Trafik Mind The Gap sind von der Künstlerin Sanae Arraqas.The Illustration of the invitation card was a collaboration between the two artist: Mind The Gap II, 2020, mixed media, 128 x 210 cmWetter, 2020, Vlistapete, 250 x 300 cm

Zigarettenschachteln #1 – #100, 2020, je 8,6 x 5,5 x 2,2 cm bzw. 10,3 cm
Weather, 2020, vlis wallpaper, 250 x 300 cm
Postkarten #1 – #100, 2020, Holzkarten, je 10,5 x 15 cm
Zeitungsmistbox, 2018, Metall, 40 x 30 x 85 cm
Lochzeitung, 2018, gestapelt, 13 x 18 cm

 

Gratis kommt uns teuer

Die Transparentserie GRATIS KOMMT UNS TEUER schreiben sich durch intensive Farben und großen Überschriften in eine Ökonomie der Aufmerksamkeit ein. Die Transparente beabsichtigen im Vorbeigehen bereits schnell konsumierbar zu sein. Oberflächlichen Phrasen, die wenig über die angesprochenen Inhalte offenbaren, kommen zum Einsatz.

Diese gängige Methode der Boulevardverlage mit Bild und Text Emotionen auszulösen, wird hier benutzt und beabsichtigt durch medienkritische Überschriften und Texte eine Empörung seitens der Bevölkerung über die breite Zustimmung und Akzeptanz der Berichterstattung jener Tageszeitungen zu kritisieren.

Wir bekommen die Medien, die wir fördern, 2020, Transparent, 130 x 185 cm
Österreich schmeckt mir,
2021, Transparent, 130,40 x 220 cm
Stereotype sind unser Fachgeschäft,
2021, Transparent, 120 x 225 cm
Ihre Angst ist unsere Motivation,
2021, Transparent, 145 x 220 cm
Freunde durch dick und dick, 2021, Transparent, 134,17 x 220 cm
Eine Hand wäscht die andere, 2021, Transparent, 130 x 209,5 cm

faded out #1 – 3

faded out #3 – XL
2020, partizipative Installation mit Sound und Liegematte, 400 x 450 cm

„Wir sind unsere Vorstellungen. […] Unsere schiere Existenz besteht aus den Bildern, die wir uns von uns selbst machen […]. Das Schlimmste, was uns zustoßen kann, ist, dass es keine Vorstellungen von uns gibt.“ schrieb der Schriftsteller und Pulitzerpreisträger N. Scott Momaday*

*Sanyal, Mithu M. (2009): Vulva – Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts, Verlag Klaus Wagenbach, S. 12

faded out #2 – Es war einmal eine große Behauptung…
2018, partizipative Installation mit Sound und Liegematte, ca. 200 x 200 cm

«faded out» zeigt einerseits das Fehlen von äußeren Geschlechtsteilen am Beispiel von Plüschspielzeug auf. Denn Genitalien sind immer noch tabuisiert und daher vor unserem Alltag verborgen. Andererseits thematisiert diese Arbeit Geschlechtervielfalt. Trotz der hohe Vielfalt an Geschlechtern erfahren Menschen Ausgrenzung, die vom Konzept-Frau oder -Mann abweichen und werden sowohl im Alltag als auch institutionell diskriminiert. Häufige Diskussionen um das soziale Geschlecht rückt das Thema der körperlichen Vielfalt in den Hintergrund. Die Entwicklung der Offenheit gegenüber der Geschlechterdiversität ist jedoch für das Zusammenleben unabdingbar.

faded out #1
2014-15, Textilien, Holzkiste, Holzstuhl, ca. 200 x 250 cm

MOHNMANIE

Mohnmanie_PicalloGil_Cueto

Mohnmanie ist ein kollaboratives Projekt mit dem mexikanischen Künstler Oscar Cueto das sich auf eine Wirtschaft bezieht, in der Ertrag ethische Grundsätze ersetzt haben. Cueto und Picallo Gil stellen sich die Frage, ob unethische Vorgehensweisen zulässig sind, um einen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Diese künstlerische Zusammenarbeit hinterfragt nicht die Natur des Mohns oder der Massenmedien, sondern das des Wirtschaftssystems, welches Polarisierung, soziale Hierarchien und ungleiche Arbeitsbedingungen zulässt und fördert, um eine klare Trennung zwischen jenen zu erreichen, die Waren produzieren und konsumieren, und denjenigen die Profite für sich beanspruchen.
Diese Überlegungen werden durch eine Rauminstallation, Illustrationen, einer fotografischen Arbeit im öffentliche Raum, eine Publikation (Folder siehe pdf unten) sowie eine partizipative Aktion mit Mohneis in der Ausstellung MOHNMANIE in der NOTGALERIE Kunstraum Nord, Kunstprojekt von Reinhold Zisser dargestellt. DJ Fresh Andy performte bei der Ausstellung.

Folder Mohnmanie:
Mohnmanie2019_PicalloGil_CuetoMohnmanie_Mohneis