matter > artifice > atlas ist ein Archiv mit Dutzenden von gefundenen Bildern von Objekten mit mehrdeutigen Funktionen und Erscheinungsbildern. Diese Bilder, die nummeriert und auf transparente Folien gedruckt sind, werden an den Glasfenstern der Galerie angebracht und bilden so einen visuellen Atlas, der sowohl für die Besucher im Inneren als auch für Passanten von außen sichtbar ist. Im Inneren der Galerie enthält eine kleine Publikation Beschreibungen der einzelnen Objekte entsprechend ihrer Nummer sowie einen Text, der das Archiv reflektiert. Das Projekt hinterfragt den Wert und die Funktion von Gegenständen, die durch den technologischen Fortschritt überholt und damit überflüssig geworden sind, und stellt damit die symbolische Beziehung zwischen Arbeit > Gegenstand > Funktion > Wert in Frage. Gleichzeitig stellt es die Annahme in Frage, dass das, was der Mensch verändert, nicht mehr zur Natur gehört, und legt stattdessen nahe, dass unsere Arbeit, ähnlich wie die eines Käfers oder einer Ameise, nichts anderes ist als eine weitere Form der Umwandlung von Materie, die den natürlichen Kreislauf des Lebens aufrechterhält.

Fotos: CRAFT