Aktuelles

„Sie ist so alt wie die Schöpfung. Es wird nie Mangel an ihr sein. Es ist an der Zeit, der Scheiße ein Loblied zu singen.“, schreibt Oliviero Toscani affirmativ über ein Thema, das unser Verständnis von Kultur, Gesellschaft, Hygiene, Gesundheit, Sittlichkeit, Humor und Tabu prägt.

Inspiriert vom Namen des Ausstellungsortes sind hier unterschiedliche künstlerische Positionen ausgestellt, die humoristische Zugänge bis Theorien zu Themen wie Ordnung, Hygiene, Abscheu, Verschmutzung, Identität und sprachlicher Umgang bieten. Dabei gelangt Verdrängtes über Umwege an die Oberfläche, Ordnungssysteme wollen hinterfragt und Körperausscheidungen bejubelt werden.

Durch die Perspektive der sieben Künstler*innen gewählten Medien – Video, Objekt, Fotografie und Performance – wird das Thema zum Gegenstand bildnerischer Auseinandersetzung.

Die Ausstellung ‚Dunkle Materien‘ ermöglich Zugänge zu gesellschaftlichen Themen und möchte im Kunstraum selbst eine Kommunikation mit Besucher*innen des belebten Yppenplatzes rund um das vielseitige Thema anregen.

Eröffnung 
Donnerstag, 21. Juli um 19:00 Uhr findet die Vernissage mit der Performance ‚Turning The Tide‘ von Em Schwarzwald um 22 Uhr statt

Ausstellungsdauer
21. Juli bis 3. August 2022, Sonntag bis Freitag von 18 bis 21 Uhr

Ort
Kunstraum der goldene shit, Yppenplatz 5, 1160 Wien

Künstler*innen  
Clara Boesl und Daniel Fajardo Gómez l Erisa Mirkazemi l Jochen Gasser l Manuela Picallo Gil l Tomash Schoiswohl l Em Schwarzwald

Produktion und Ausstellungsbetreuung 
Lena Kauer

Grafikdesign
Jochen Gasser

Konzept
Manuela Picallo Gil

Finissage
Mittwoch, 3. August 2022 um 19 Uhr

Bei Interesse den Newsletter zu empfangen, kontaktieren Sie mich per E-Mail und ich schicke diesen gerne zu.

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MUME: Festival der Platane

MUME (Museo Mexicano/Mexikanisches Museum) ist ein nomadisches Anti-Museum des mexikanischen Künstlers Oscar Cueto, das neue Narrative im Kontext von Dekolonialismus und globaler Migration provozieren will und internationale Kurator_innen und Künstler_innen einlädt, gemeinsame Projekte in Österreich zu präsentieren. Für diese Ausgabe wird die österreichische Künstlerin Manuela Picallo Gil in Zusammenarbeit mit neun weiteren Künstler*innen das «Festival der Platane» im MUME präsentieren.

Das dreitägige «Festival der Platane» schlägt einen Paradigmenwechsel in Bezug auf die Denkmalkultur vor. Auf der Suche nach einem Bezugspunkt für Widerstand, Protest und Frieden will das Festival den aktuellen Diskurs über Denkmäler an der mächtigen Schattenplatane orientieren, deren Wurzeln seit mehr als 100 Jahren im Boden des ersten Wiener Gemeindebezirks am Dr.-Karl-Lueger-Platz verankert sind.


20 Mai 
Dr.-Karl-Lueger-Platz & Die Druckstube
Workshop mit Schüler*innen des Borg: Antidenkmäler, ziviler Ungehorsam und Risographie-Druck von Oscar Cueto, Giulio Paolini und Manuela Picallo Gil

24 Juni
Die Druckstube | Darwingasse 23, 1020 Wien
18:00 Uhr | Druckaktion von Giulio Paolini und Manuela Picallo Gil

25 Juni
Dr.-Karl-Lueger-Platz, 1010 Wien
16:30 Uhr | Aktion von Hubert Hasler
17:15 Uhr | Gespräch von Dora Kuthy
18:00 Uhr | Performance von Lena Lieselotte Schuster
18:45 Uhr | Music von Reni Weichselbaum, Gobi Drab, Laura Pudelek und Bernhard Schöberl

Guest artist: Manuela Picallo Gil

MUME is a project by Oscar Cueto 

http://oscarcueto.com/MUME.html

MUME is supported by the Department of Culture of the City of Vienna (MA 7).

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gezeichnet, gedruckt, kontextualisiert >> Grafische Arbeiten der Ausstellung „bam pew pew“ eröffnen eine Bandbreite von künstlerischen Arbeiten in Form von Plakaten, die das Auge verwöhnen bis kritische Positionen vertreten. Sechzehn bildende Künstler*innen stellen sich dieser Aufgabe und eröffnen am Donnerstag den 9. Juni um 17 Uhr gemeinsam mit musikalischer Unterstützung durch Global Fyre 2099 Kollektiv (Dj – Sets) die Veranstaltung im Kunstraum der goldene shit. Vom 10. bis 28. Juni kann die Ausstellung beim Yppenplatz besucht werden.

16 Künstler*innen: Guadalupe Aldrete l Carli Fridolin Biller l Wilhelm Binder l Ana Paola Castro Villegas l Oscar Cueto l Isabel Fröschl l Dora Kuthy l Fernando Loeza l José López l Lucia Simon Medina l Erisa Mirkazemi l Giulio Paolini l Manuela Picallo Gil l Em Schwarzwald l Barbara Stöhr l Stefan Wirnsperger

Music: Global Fyre 2099 Kollektiv (Dj – Sets)

Ort: Kunstraum der goldene shit, Yppenplatz 5, 1160 Wien

FINISSAGE: Dienstag, 28. Juni 2022 um 19 Uhr

Dauer: 10. bis 21. Juli 2022

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BEWÄHRUNGSPROBE #40 – Künstler*innengespräch

Die regelmäßige Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe von Johannes Franz-Figeac stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt?
Manuela Picallo Gil hinterfragt durch multimediale Objekte und Installationen gesellschaftliche Kategorisierungen im Spannungsfeld von Ein- und Ausschlüssen.
Die künstlerische Arbeit von Jakub Vrba setzt sich hauptsächlich aus Zeichnung, Skulptur, Video und Film zusammen. Er adressiert die Begriffe von Spektakel, Pathos, unbezahlter Arbeit, und die Diktatur der Alltagskontingenz.

Hier kann die Bewährungsprobe #40 angesehen werden, die am 2. Mai 2022 um 19 Uhr stattfand.

Projekt und Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien
Künstler*innen: Jakub Vrba und Manuela Picallo Gil

Depot – Kunst und Diskussion, Breite Gasse 3, 1070 Wien

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Die Installation «Gratis kommt uns teuer» reflektiert über Politik und Medien in Österreich und interveniert im Rahmen der Vienna Art Week 2021. Die Transparentserie bedient sich vorwiegend der Ästhetik der oe24-Tageszeitung durch visuell gestaltete Ausschnitte der Titelblätter. Der Einsatz von kräftigen Farben möchte Aufmerksamkeit generieren. Fiktive Schlagzeilen thematisieren die österreichische Boulevardpresse selbst und deren Verbindung mit der Politik.

Ort
House of Losing Control, Nordwestbanhstraße 53
1200 Wien (Eingang: Heistergasse 4-6)

Ausstellungsdauer
13. – 19.11.2021
Sa 12 – 20 Uhr
So-Fr 14 – 19 Uhr

Bitte beachten Sie die aktuellen COVID-19-Beschränkungen

unterstützt von

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GRATIS KOMMT UNS TEUER – INTERVENTION @ 12-14 contemporary

Die Intervention GRATIS KOMMT UNS TEUER im Kunstraum 12-14 contemporary spricht «das Verhältnis von Politik und Medien [in Österreich] als Symbiose – als toxische Abhängigkeit» an.»* Die Transparentserie von Manuela Picallo Gil konfrontiert Betrachter_innen und Leser_innen von Gratiszeitungen. Die beiden Transparente «Eine Hand wäscht die andere» sowie «Freunde durch dick und dick» kritisieren mit Bild und Text die problematischen Zustände hierzulande.

Ausstellungsdauer:   16/10 – 17/10/2021

Künstlerin ist anwesend:   Sa 10 – 14 Uhr

Ort: im Schaufenster von 12-14 contemporary, Schleifmühlgasse 12-14, 1040 Wien

* Arte.tv (2021): Österreich: Regierungswerbung in der Presse

unterstützt von

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DENK´MAL MONUMENTO

WORKSHOP

— deutscher Text – siehe unten —

DENK’MAL MONUMENTO
Reflexionaremos sobre la idea de un monumento que tiende un puente desde México hasta Austria.
En Austria, como en todo el mundo aun permanecen monumentos al heroismo, pero también a la infamia. En el taller » «DENK´MAL MONUMENTO» reflexionaremos sobre nuestra cultura de la memoria y las nuevas formas de expresión. Se invita a los participantes a concebir y aplicar formas contemporáneas de memoria y memoriales. El objetivo práctico será erigir monumentos a los movimientos de cambio social que defienden los derechos de las personas, se manifiestan, se organizan y se unen en una lucha que es esencial para la emancipación de las personas en nuestro mundo global.

–> Viernes 1 y sábado 2 de octubre de 2021. Taller en línea con debate y tiempo para la aplicación práctica, de 10 am a 2 pm horas con los participantes. Estoy deseando asistir al taller y trabajar con vosotros.

DENK’MAL MONUMENTO
Wir werden über die Idee eines Denkmals nachdenken, das eine Brücke von Mexiko nach Österreich schlägt. In Österreich, wie in der ganzen Welt, gibt es nach wie vor Denkmäler des «Heldentums», die zugleich eine Schande darstellen. Im Workshop «DENK´MAL MONUMENTO» werden Überlegungen zu unserer Denkmalkultur und neuen Ausdrucksformen angestellt. Die Teilnehmer_innen sind eingeladen, zeitgenössische Formen des Erinnerns zu konzipieren und umzusetzen. Der praktische Fokus liegt dabei darauf Denkmäler für jene Bewegungen zu errichten, die für die Rechte von Menschen einstehen, soziale Änderung herbei führen wollen, demonstrieren, sich organisieren und sich gemeinsam einem Kampf stellen, der wesentlich für die Emanzipation der Menschen, unserer globalen Welt ist.

–> Freitrag, 1.10. & Samstag 2.10.2021, digitaler Workshop mit Gespräch und Zeit für praktische Umsetzung, von 17 – 21 Uhr (Zeit in Europa) mit Teilnehmer_innen. Ich freue mich auf den Workshop und über eine Zusammenarbeit!

workshop languages/idioma/Sprache: english & español

desigño/Design: @alberto_fiocco

THANK YOU to @error.proyecto, Fundación Jumex Arte Contemporáneo, Embajada de Austria México – foro cultural de austria

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Frieden muss erarbeitet und in vielen Fällen erkämpft werde. Denn Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, sondern erfordert eine persönliche Auseinandersetzung und braucht das gemeinsame Gespräch, besonders das tägliche Handeln. Die FriedensBim nutzt hier den öffentlichen Raum in Wien, um in einem Verkehrsmitteln der Wiener Linien und nun auch am Karlsplatz Fragen zu stellen, dort wo unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen. Sie schafft Möglichkeiten einen „vielschichtigen Dialog unter- und miteinander als zentrales Mittel des friedlichen Zusammenlebens“ (FriedensBim) zu eröffnen. Künstlerische Arbeiten, Musik, Vorträge und Workshops bieten unterschiedliche Zugänge zur Frage, wie Frieden definiert werden kann und was wir dafür brauchen. Unter den Positionen befinden sich künstlerischen Arbeiten, die Begebenheiten hinterfragen, kritisieren und einen Diskurs provozieren, wie es auch die Transparent-Serie GRATIS KOMMT UNS TEUER von Manuela Picallo Gil macht.  

FriedensBim
fährt am Sonntag, 26.9.2021 von 15 – 19 Uhr und startet bei der Station Oper/Hotel Bristol

Haltestellen, Wien
Oper, Burgring, Volkstheater, Rathausplatz/Burgtheater, Schottentor, Börse, Schottenring, Schwedenplatz,  Stubentor, Schwarzenbergplatz, Karlsplatz

Bühne am Karlsplatz, Wien
Sonntag, 26.9.2021 von 15 – 19 Uhr

bildende Kunst/Musik/Gespräche/Lesungen
Christoph P. Thomas Mann l Gerhard Zoubek l Gründer Adamah Biohof l Helga Scheichelbauer l Georg Hamann l Alexandra Tatar l Clara Boesl l Dora Kuthy l Ana Paola Castrov Villegas l Adriana López l Anna Netouschek l Hannah Lex l KunstModeDesign Herbststrasse l Kenyongasse l Christine Gobbi l Cornelia Kolmann l Nina Geschl l Alfred Rottensteiner l Dora Kuthy l Martina Mahdavi l Margareta Klose l Clara Boesl l Stefan Frankenberger l Soulparlez l Grant l Pyrite l Samura Loré l Manuela Picallo Gil

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¡LA GOTA GORDA en Error Puebla, México!
curada por Nina Fiocco, con los artistas Sofía Abraham, Oscar Cueto y Manuela Picallo Gil. El exposiciónes es el viernes 6 de agosto a las 19.00 horas.
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LA GOTA GORDA im Ausstellungsraum ERROR in Puebla, Mexico!
Nina Fiocco kurratiert die Ausstellung mit den Künstler_innen Sofía Abraham, Oscar Cueto und Manuela Picallo Gil. Die Ausstellung findet am Freitag den 6. August um 19 Uhr statt.
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apoyado por/unterstützt von
Fundación JUMEX y/und BKA Österreich
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Design de/von Alberto Fiocco
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Über Jahre hinweg wuchs eine Sammlung der Boulevardzeitungen Heute und Österreich/oe24 heran. Chronologisch angeordnet und gebunden sind die Gratiszeitungen monatlich zusammengefasst. Fehlende Zeitungen sind durch unbedruckte Papierbögen ersetzt und bieten Platz für Gedanken, Recherche und Erzählungen in Form von handgeschriebenen Texten und Illustrationen.

Die tägliche Auseinandersetzung ist ein stetiger Versuch, sowohl mich selbst als auch meine Umgebung zu verstehen. Indem die Dokumentation dieser beiden fragwürdigen Zeitungen zu meinem Tagebuch wird, füllen sich Leerstellen, ich erkenne meine eigenen Ängste, Kämpfe, Wünsche, Prinzipien und Vorurteile. Wenn Medien unsere Gesellschaft widerspiegeln, gefällt mir dieses Spiegelbild nicht und es bleibt meine tägliche Motivation Teil einer Veränderung zu sein.

CHRONIKEN MEINER ZEITÖffnungszeiten:   Mi – Fr von 16 -18 Uhr
Der Zugang zu den Chroniken wird in der Ausstellung jeweils am Mittwoch und Freitag von 16 – 18 Uhr ermöglicht. Dabei sind die Leser_innen dazu eingeladen sich akustisch auszudrücken, um mit ihrer Stimme Teil des Antiarchivs zu werden und in einem offenen Narrativ eigene Gedanken einzubringen. Außerhalb dieser Stunden bzw. während der Ausstellungszeit stehen den Besucher_innen zwei Ansichtsbücher zur Verfügung und Kopfhörer, um die Kommentare der vorigen Besucher_innen zu hören.

1. Tag der Ausstellung/ 1. day of exhibition:   15/07/2021 um 14 Uhr/ at 2 pm  
Ausstellungsdauer/ Exhibition from:   15/07 – 26/07/2021
Öffnungszeiten/ Opening hours:   Di – Fr 11 – 18 Uhr, Sa 11 – 15 Uhr/ Tue – Fri 11 – 18 pm, Sat 11 am – 3 pm  
Ort/ Location:  xhibit / Akademie der bildenden Künste Wien/ Vienna, Eschenbachgasse 11 / Ecke Getreidemarkt, 110 Wien/ Vienna

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Wenn Sie Interesse haben, den Newsletter zu erhalten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail contact@manuelapicallogil.com und ich schicke ihn Ihnen gerne zu.

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Mit PARALLEL VIENNA EDITIONS startet Parallel Vienna ein neues Format mit dem Fokus auf Künstler_innenbücher, Editionen, Grafiken, Objekte, Multiples, Kleinplastiken und Skulpturen. Projekträume, Kunstinitiativen, Galerien und IBK Editions 21 präsentieren Künstler_inneneditionen im Ateliergebäude der Akademie der bildenden Künste Wien präsentieren.

Der Fachbereich Grafik & druckgrafische Techniken zeigt dabei ihr Editionsprojekt DAS EDITH und weitere ausgewählte Editionen, Drucke, Projekte und Zines von Studierende anderer Fachbereiche. Die Werke des IBK Editions 21 sind im 1. Stock im Prospekthof (ehemaliges Semperdepot) der Akademie der bildenden Künste Wien zu sehen.

Heute – Top auf Instagram 2019 von Manuela Picallo Gil ist eine der ausgewählten Arbeiten. Das gedruckte Künstler_innenbuch stellt eine Sammlung der Rubrik Top auf Instagram der Boulevardzeitung Heute vom Jahr 2019 dar. In dieser Arbeit sind Muster erkennbar, die an die Nackte Frau der Kronen Zeitung oder die Page3-Girls der britischen Yellow Press des vorigen Jahrhunderts erinnert. Gedanken und Recherche der Künstlerin drücken sich in personalisierten Texten aus.

credits: Werke der Künstler_innen (von links nach rechts):

1. Reihe: Pyo Lee I Alexandru Cosarca I Ali Zare
2. Reihe: Manuela Picallo Gil I Elena Kristofor I Claudia Tomassetti

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Vitrinen–Show: Ab 11.3.2021 um 18 – 20 Uhr Flanieren in der Ennsgasse mit Jelena Micić und Manuela Picallo Gil – hosted by Kaeshmaesh.

2020 wurde die freie Kunst-Szene von der Corona-Krise stark getroffen. Dennoch hat die kulturelle Bildung einen unermesslichen Wert. Der Kulturverein KAESHMAESH hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Kunst auch in Zeiten der Pandemie für alle hürdenlos erreichbar zu machen. Fokussiert wird der interkulturelle Dialog, um auch diversen Randpositionen Sichtbarkeit und Empowerment zu verleihen.

Von 2016-2019 war das KAESHMAESH in der Ennsgasse 20 in der Leopoldstadt zuhause und agiert seit Jänner 2020 als ein nomadisches KuratorInnenkollektiv online und offline. Während der Lockdowns 2020 wurden die Ausstellungsreihen Corona-Chronicles und Corona-Chronicles: Déjà-Vu auf Instagram und Facebook gezeigt. Dabei wurden Künstler*innen vorgestellt, die virtuelle Einblicke in ihren Schaffensprozess in der Isolation gaben.

2021 sollen die Online-Ausstellungen auch offline gezeigt werden. Den Anfang machen Jelena Micić und Manuela Picallo Gil im Roten Stern in der Ennsgasse 20, die sich beide in ihren Arbeiten mit der Verwandlung von Form und Material beschäftigen.

Jelena Micić transformiert in ihren Cut Paintings die Leinwand als Material der Malerei in mattenartige Gebilde, die an beiden Seiten monochrom bemalt sind. Die zackenartigen Ausschnitte ermöglichen die Leinwände zu falten und zu formen, und sie ihrer ursprünglichen Form und Funktion zu entfremden. Sie könnten als Metapher für unser Leben während Corona gelesen werden, das zwar noch aus der selben Essenz besteht, welche allerdings in anderer Form auftritt.

Manuela Picallo Gil entwirft ihre Designs für Zigarettenschachteln mit Zeitungspapier, das sie den Gratisblättern Heute und Österreich entnommen hat. Die Warnhinweise sind durch reißerische Schlagzeilen ersetzt. Dies könnte einerseits als ein Kommentar zur medialen Omnipräsenz der Pandemie gelesen werden. Andererseits hat sich während Corona beinahe alles turbulent verändert. Wenn man nicht mehr an Alltäglichem festhalten kann geben Zigaretten und U-Bahn-Gratiszeitungen oft den Trost der Gewohnheit.

Text: Kaeshmaesh

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Zeitungspapierrollen, Lochzeitungen & Artist Talk

Danke an Helga Schwarzwald, Geschäftsführung von Verband Freier Rundfunk Österreich für die Einladung zur Ausstellung in den Schaufenstern and zum Artist Talk: Medienkritik mit künstlerischen Mitteln: Ein Gespräch mit Manuela Picallo Gil.

Dank gilt auch den Teilnehmer_innen und DORFTV für die Veröffentlichung des Artist Talks: Klicken Sie hier um die Aufzeichnung zu sehen.

Der Verband Freier Rundfunk Österreich versucht in ihrer medienpolitischen Arbeit wie auch in der Medienkompetenzvermittlung immer wieder die negativen Konsequenzen von Stereotypisierung, emotionaler Zuspitzung und Clickbaiting durch Medien einzugehen. Wichtig dabei sind die realen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander und auf die Qualität des öffentlichen Diskurses zu betonen. In Kampagnen, Diskussionen und Stellungnahmen schaffen sie es das oft nicht so eingängig und anschaulich wie dies der bildenden Künstlerin Manuela Picallo Gil mit ihren Arbeiten gelingt.

Aus diesem Grund lud der Verband Freier Rundfunk Österreich am 22.12.2020 das Gespräch zwischen der Künstlerin und Helga Schwarzwald via ZOOM ein, über einzelne Arbeiten, deren Inhalte und medienkritische Beweggründe zu erfahren. Helga Schwarzwald ergänzte den Kontext der medienpolitischen Realität in Österreich.

Manuela Picallo Gil schreibt selbst: „Meine medienkritischen Arbeiten fokussieren auf die Boulevardmedien oe24/Österreich und Heute, um ihre Betrachter_innen damit zu konfrontieren, wie diese die Pressefreiheit nutzen. Medien spielen eine tragende Rolle für die Meinungsbildung der Menschen, die das Geistesleben sowie das Handeln ihrer Zeit entscheidend beeinflussen. Die vermittelten Inhalte, verwendeten Begriffe sowie Bildmaterial erzeugen Gefühle, haben Wirkung auf Gesprächsthemen sowie Überzeugungen und prägen die Kulturepoche. Ein Aufruf der Bevölkerung die Gratiszeitungen und – neuerdings – ihre Online-Publikationen zu hinterfragen, empfinde ich als wesentlich. Denn wenn die Zeitungen unsere Gesellschaft widerspiegeln, sollten wir uns fragen, ob wir in solch einer Gesellschaft leben wollen, in der Fremdenfeindlichkeit und Sexismus Teil des Alltags sind.»

Text: Helga Schwarzwald, Geschäftsführerin von Verband Freier Rundfunk Österreich

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letzte Ausstellungen und Projekte

MIND THE GAP

Duoausstellung mit Sanae Arraqas,
kuratiert von Christine Bruckbauer

Eröffnung: 20. August 2020 um 19 Uhr
Ort: philomena+ project room, Heinestraße 40, 1020 Wien

Finissage und Artists Talk:  11. September 2020 at 18 Uhr
Moderatorin: Janine Maria Schneider

Flyer_Inhalt

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#7 Fit’ri:na  فترينة  –  Sanae Arraqas & Manuela Picallo Gil
Preview Mind the Gap
Installation und Slide Show
13/08 – 19/08/2020

Die letzte Folge des im Frühling gestarteten Fit’ri:na فترينة  Festivals bietet Einblick in den Entwicklungsprozess des Residency- und Ausstellungsprojekts MIND THE GAP (21/08 – 12/09/2020) von Sanae Arraqas und Manuela Picallo Gil. Die Ausstellung, die ursprünglich für März 2020 geplant war, wird nun mit einem überarbeiteten Konzept, bezugnehmend auf die Erfahrungen der Künstlerinnen während des Corona-Stillstandes in Abidjan, Marrakesch und Wien, präsentiert.
Im Rahmen des Fit’ri:na
 فترينة  Festivals präsentieren sie im philomena+ Schaufenster aquarellierte Entwurfszeichnungen, Fotografien und Objekte, die den Vorübergehenden einen Vorgeschmack auf die kommende Ausstellung geben.  

Fit’ri:na  فترينة    
kuratiert von Christine Bruckbauer und Aline Lenzhofer
Ein Festival hinter Glas als Reaktion auf die beklemmende Situation während des Corona-Stillstandes.

philomena+ project room, Heinestraße 40, 1020 Wien
Ab 13. August sind im Schaufenster die Arbeiten zu betrachten.

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Freitag, 14. August, 18.00 Uhr

cafecairo_oscarcuetoWORKSHOP


Workshop: Über Susi sprechen wir nicht. 
mit Manuela Picallo Gil (Deutsch + Englisch)

Alle Bereiche unserer Gesellschaft sind von Geschlecht und damit eingehende Vorstellungen geprägt. Im Workshop Über Susi sprechen wir nicht werden Überlegungen angestellt, aus welchen Teilen sich Geschlechterkonstruktionen zusammensetzen. Beispiele aus dem Alltag sowie künstlerische Arbeiten, laden die Teilnehmenden ein, sich am Diskurs zu beteiligen. Der Workshop will neben Sensibilisierung, Vernetzung und Austausch fördern und ist offen für alle Interessierten. 
Bitte anmelden: contact@manuelapicallogil.com

Datum und Uhrzeit:
Freitag, 14. August um 18 Uhr

Ort :
Coffee House Cairo12-14 Contemporary
Schleifmühlgasse 12-14
A-1040 Wien
gallery@12-14.org
Tel +43 6767354910

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Editionale_Digital_201912184

Das Feld der Aussteller_innen wurde bewusst klein gehalten, um einen möglichst intensiven Austausch mit den Besucher_innen zu ermöglichen. Die sorgfältig ausgewählten Aussteller_innen der 1. EDITONALE Wien stammen aus verschiedenen Ländern. Zu sehen sind u. a. Unikatzeichenbücher und Text in Mischtechnik des Künstlers Tone Fink oder Künstlerin Setsuko Fukushima, Ilona Kiss sowie ERGO PERS. Von Wien erhoffen sich die deutschen Veranstalter_innen neue Synergien und luden eine Auswahl von Künstler_innen lebend in Wien ein.

Anlässlich der 1. EDITIONALE Wien präsentieren Manuela Picallo Gil das Buch Chroniken meiner Zeit – Top auf Instagram 2019. Die Druckversion zeigt die Sammlung von 2019 der Seite 3 mit den Top-Instagram-Bilder der Heute-Zeitungen mit handgeschriebenen Texten.

Universität für angewandte Kunst Wien
Vordere Zollamtsstraße 7, Flux 1 und 2 (2. und 3. OG), 1030 Wien

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ÜBER SUSI SPRECHEN WIR NICHT.

Die INSEL Retz feiert ihre zweites Ein-Jahr-Insel-Fest nach vielen Ausstellungen, Konzerten, Film- und Theaterabenden und weiteres. Ein reger Austausch und Diskussionen ermöglichten eine gute Stimmung und angenehme Atmosphäre in den rustikalen Räumen der INSEL. Mit der Ausstellung Über Susi sprechen wir nicht. von Manuela Picallo Gil und dem Konzert von Maja Osojnik wird das zweite erfolgreiche Jahr abgeschlossen und das Kommende eröffnet.

Die Installation faded out lll – XL lädt die Besucher_innen zur Partizipation ein: berühren bis kuscheln der XL-Plüschtieren ist erwünscht. Über die Kopffhörer ist ein instrumentales Lied zu hören, das auf verschiedenste Bedeutungsebenen hinweist.

Die vielschichtige Arbeit spricht über Themen bezüglich Körper, Tabu, Geschlecht, Identität sowie Akzeptanz. Die Aktion Escribana versuchen ebenso Perspektiven aufzugreifen und regen an eigene Kategorien zu hinterfragen.

Künstler_innen: Maja Osojnik (Konzert) und Manuela Picallo Gil (bildende Kunst)
Kontakt und Info: Veronika Humpel & Wolfgang Seierl
Finissage am Samstag, 03. Februar 2020 um 19 Uhr
Öffnungszeiten: 19.01. – 01.02. von 19 bis 21 Uhr nach Vereinbarung unter verwolf@inselretz.com
Ort: INSEL, Klostergasse 3, 2070 Retz in Niederösterreich